Was macht ein Flaschendruckminderer?
Ein Flaschendruckminderer wird direkt auf das Ventil der Druckgasflasche geschraubt. Er senkt den hohen Flaschendruck auf den Druck, den Ihr Gerät braucht. Zwei Manometer zeigen den Inhaltsdruck der Flasche und den eingestellten Arbeitsdruck an. Der Anschluss an die Flasche richtet sich in Deutschland nach DIN 477 und hängt von der Gasart ab. Achten Sie deshalb bei der Bestellung auf den richtigen Flaschenanschluss.
Einstufig oder zweistufig?
- Einstufige Druckminderer reichen für die meisten Anwendungen mit kurzen Entnahmezeiten. Bei sinkendem Flaschendruck steigt der Ausgangsdruck allerdings leicht an.
- Zweistufige Druckminderer halten den Arbeitsdruck auch dann nahezu konstant, wenn die Flasche leerer wird. Das ist wichtig bei Gaschromatographie, Kalibriergasen und langen Messreihen.
Werkstoff nach Gasreinheit wählen
Für technische Gase genügt Messing. Für reine Gase in der Analytik empfehlen wir Messing verchromt. Für hochreine Gase bis 6.0 und für kritische Spezialgase ist Edelstahl 316L die richtige Wahl. Hastelloy-Membranen und ein Aufbau mit wenig Totraum verhindern, dass das Gas verunreinigt wird. Hintergründe finden Sie im Beitrag Gasreinheit und Werkstoffwahl bei Spezialgasen.
Flaschendruckminderer oder Entspannungsstation?
Wenn eine Flasche fest im Gasflaschenschrank steht und mehrere Entnahmestellen über eine Leitung versorgt, ist eine Entspannungsstation meist besser geeignet. Damit können Sie spülen und die Flasche sicher wechseln. Wie Sie sich entscheiden, lesen Sie im Ratgeber Flaschendruckminderer oder Entspannungsstation?
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