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Heizmäntel und Fassheizer - sichere Prozess­temperaturen in der kalten Jahreszeit

Heizmäntel und Fassheizer – sichere Prozess­temperaturen in der kalten Jahreszeit

Wenn die Temperaturen sinken, verändert sich das Verhalten vieler Flüssigkeiten in Fässern, IBC-Containern und Gasflaschen: Medien werden zäh, kristallisieren oder frieren an. Das erschwert das Pumpen, Mischen und Abfüllen und kann bis zum Produktionsstillstand führen. Heizmäntel und Fassheizer ermöglichen es, einzelne Gebinde gezielt zu temperieren, statt ganze Lagerräume oder Hallen zu beheizen. Sie werden unter anderem in der Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie eingesetzt, um eine definierte Viskosität und Fließfähigkeit sicherzustellen.

Im ADESATOS Sortiment finden Sie Heizmäntel, Fassheizer und ergänzende Heizsysteme für Fässer, IBC und Gasflaschen – einschließlich Varianten für den Einsatz in Ex-Zone 2 (Gas) gemäß ATEX-Richtlinie 94/9/EG.

Warum Heizmäntel und Fassheizer gerade im Winter wichtig sind

Viele Stoffe sind temperaturempfindlich: Sinkt die Temperatur, steigt die Viskosität, Produkte werden pastös oder erstarren vollständig. Besonders betroffen sind zum Beispiel:

  • Klebstoffe, Harze, Lacke und Farben
  • Öle, Fette, Wachse und Schmierstoffe
  • Reinigungs- und Pflegemittel, Tenside, Seifen
  • Flüssige oder zähflüssige Lebensmittel und Vorprodukte

Ist der Inhalt eines Fasses oder IBC zu kalt, verlängern sich Prozesszeiten, Leitungen verstopfen, Gebinde lassen sich nur teilweise entleeren – oder es ist überhaupt kein Abfüllen mehr möglich. Heizmäntel und Fassheizer halten das Medium im zulässigen Temperaturfenster und unterstützen so eine gleichbleibende Produktqualität und effiziente Abläufe.

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Besonders in der kalten Jahreszeit lassen sich mit Gebindebeheizungen typische Probleme vermeiden:

  • Frostschutz für wasserhaltige Medien und empfindliche Chemikalien
  • Vermeidung von Verklumpen und Kristallisation bei Rohstoffen und Hilfsstoffen
  • Schnelleres Auftauen von bereits angefrorenen oder stark abgekühlten Gebinden
  • Konstante Viskosität für eine prozesssichere Förderung, Dosierung und Abfüllung

Funktionsweise: Wie Heizmäntel Fässer und IBC temperieren

Heizmäntel sind flexible, isolierte Hüllen, die außen um das Gebinde gelegt und mit Gurten oder Schnellverschlüssen fixiert werden. Im Mantel befinden sich elektrische Heizelemente, eine Wärmedämmung und ein robuster Außenmantel – typischerweise aus Polyester- oder Silikon-Glasgewebe. Über einen integrierten Thermostat oder Regler wird die Solltemperatur eingestellt.

Die Luftschicht zwischen Heizmantel und Behälterwand erwärmt sich, gibt die Wärme an die Behälterwand ab und diese wiederum an das Medium im Inneren. So entsteht eine vergleichsweise gleichmäßige Beheizung des gesamten Gebindes. Viele Systeme verfügen über:

  • Regelbereiche z. B. von ca. 0 bis 90 °C, je nach Ausführung auch höhere Temperaturen
  • Analoge oder digitale Thermostate für eine einfache Bedienung
  • Optionale Sicherheitsthermostate oder mehrstufige Heizkreise zur Begrenzung der Maximaltemperatur

Im ADESATOS Shop stehen Heizmäntel und Fassheizer mit unterschiedlichen Heizleistungen und Spannungsebenen zur Verfügung, üblicherweise mit 230 V-Anschluss und je nach Modell Schuko- oder CEE-Stecker.

Typische Anwendungen in Chemie, Pharma und Lebensmittelindustrie

Heizmäntel und Fassheizer kommen überall dort zum Einsatz, wo Medien in Fässern oder IBC bei definierter Temperatur bereitgestellt werden müssen, zum Beispiel:

  • Chemische Industrie: Lösungsmittel, Harze, Additive, Fällmittel, Emulsionen
  • Lebensmittelindustrie: Öle, Fette, Sirupe, flüssige Zutaten mit temperaturabhängiger Viskosität
  • Pharma- und Kosmetikbranche: Cremes, Basispasten, Tensid- und Wirkstofflösungen
  • Oberflächentechnik und Lackierung: Farben, Lacke, Beschichtungsmedien

Eine konstante Temperatur sorgt für reproduzierbare Rezepturen, bessere Mischbarkeit und ein zuverlässiges Abfüll- und Dosierverhalten.

Heizlösungen für unterschiedliche Gebinde

Fass-Heizmäntel und Heizgürtel

Fassheizer sind auf gängige Fassvolumina ausgelegt – von kleineren 25–30 Liter-Fässern über 50–60 Liter bis hin zu Standard-200-Liter-Fässern. Systeme mit analogen oder digitalen Thermostaten decken je nach Modell Temperaturbereiche bis etwa 90 °C oder darüber ab.

Vorteile:

  • Gezielte Erwärmung einzelner Fässer, z. B. im Lager oder direkt am Arbeitsplatz
  • Reduzierte Viskosität für schnelles Entleeren und Pumpen
  • In Kombination mit isolierenden Deckelhauben geringere Wärmeverluste

IBC-Heizmäntel und Tauchheizungen

Für 640- und 1000-Liter-IBC-Container stehen Heizmäntel und ergänzende Heizsysteme zur Verfügung. Heizmäntel umschließen die Seitenflächen des Containers, häufig mit mehreren separat schaltbaren Heizkreisen, um auch teilgefüllte Gebinde effizient zu temperieren.

In manchen Anwendungen werden zusätzlich Tauchheizungen eingesetzt, um ein schnelles Aufheizen des Medienvolumens zu unterstützen. IBC-Heizsysteme eignen sich unter anderem für:

  • Frostschutz und Temperierung im Außenbereich
  • Lebensmittel- und Kosmetikanwendungen mit speziellen Hygieneanforderungen
  • Gefahrstoffhandling, bei dem eine definierte Temperatur für die Verarbeitung notwendig ist

Gasflaschen-Heizmäntel und Zubehör

Auch Gasflaschen können beheizt werden, wenn der Gasdruck bei niedrigen Temperaturen abnimmt oder eine definierte Prozesstemperatur benötigt wird. Spezielle Gasflaschen-Heizmäntel sind auf verschiedene Flaschengrößen ausgelegt und werden über integrierte Regler gesteuert. Ergänzend sind Isolierhauben, Auftau- und Heizmatten sowie Steuergeräte erhältlich.

Sicherheit und Ex-Schutz

Beim Erwärmen von Gefahrstoffen steht die Sicherheit im Vordergrund. Wichtige Punkte sind:

  • Einhaltung der zulässigen Medientemperaturen laut Sicherheitsdatenblatt und Herstellerangaben
  • Verwendung von Heizsystemen mit geeigneter Schutzart (z. B. IP-Schutzklasse für feuchte Bereiche)
  • Regelmäßige Sichtkontrollen von Mantel, Kabeln und Steckverbindungen
  • Nutzung von Ausführungen mit Sicherheitsthermostat oder intelligenter Regelung, um Überhitzung zu vermeiden

Für explosionsgefährdete Bereiche stehen ATEX-zertifizierte Heizmäntel zur Verfügung, die für Ex-Zone 2 ausgelegt sind. Sie sind konstruktiv so gestaltet, dass sie die Zündgefahren reduzieren und den einschlägigen Richtlinien entsprechen.

Zusätzlich sollten bei der Lagerung und Bereithaltung von Gefahrstoffen die Vorgaben der Technischen Regel TRGS 510 sowie die jeweiligen Betriebsanweisungen im Unternehmen berücksichtigt werden.

Energieeffizienz: punktgenau statt Hallenheizung

Ein wesentlicher Vorteil von Heizmänteln und Fassheizern ist die punktgenaue Wärmebereitstellung: Es wird nur das Gebinde beheizt, das tatsächlich temperiert werden muss – nicht der gesamte Raum. Die integrierte Isolierung der Heizmäntel reduziert Wärmeverluste und hilft, Energie einzusparen.

Zusätzliche Isolierhauben für Fassdeckel oder IBC-Oberseiten verkürzen die Aufheizzeiten und halten die Zieltemperatur mit weniger Energieaufwand. Gerade im Winter ermöglicht das eine wirtschaftliche Alternative zur großflächigen Raumtemperierung, etwa in Lagerhallen oder Außenbereichen.

Auswahlkriterien: So finden Sie den passenden Heizmantel

Bei der Auswahl eines Heizmantels oder Fassheizers sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:

  • Gebindeart und -volumen: z. B. 25–30 L, 60 L, 120 L oder 200 L Fass, 640 L oder 1000 L IBC, Gasflasche
  • Medium: Lebensmittel, Chemikalien, Lösemittel, Gefahrstoffe – inkl. Temperaturgrenzen und Ex-Schutz-Anforderungen
  • Erforderlicher Temperaturbereich: typischerweise bis 40 °C, 90 °C oder – je nach Produkt – höhere Bereiche
  • Regelung: analoger Thermostat oder digitaler Regler, ggf. mit Sicherheitsthermostat
  • Einsatzumgebung: Innenbereich, Außenbereich, feuchte Bereiche, explosionsgefährdete Zonen
  • Elektrischer Anschluss: 230 V, Steckerart (Schuko/CEE) und verfügbare Stromkreise

Eine Übersicht über die verfügbaren Ausführungen – von Fass-Heizmänteln über IBC-Heizmäntel bis zu Gasflaschen-Heizmänteln und Zubehör – finden Sie in der Kategorie IBC Heizmäntel und Fassheizer im ADESATOS Shop

Fazit: Prozesssicherheit in der kalten Jahreszeit erhöhen

Heizmäntel und Fassheizer unterstützen Sie dabei, Flüssigkeiten und zähflüssige Medien auch in der kalten Jahreszeit innerhalb des geforderten Temperaturbereichs zu halten. Sie tragen dazu bei, Viskosität und Fließfähigkeit zu stabilisieren, Produktionsausfälle zu vermeiden und das Gefahrstoffhandling sicherer zu gestalten.

Gerne beraten wir Sie bei der Auswahl der passenden Lösung für Ihre Anwendung – vom einzelnen Fassheizer über IBC-Heizsysteme bis hin zu ATEX-zertifizierten Ausführungen für Ex-Zonen.


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Hinweis: Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen wurden mit größter Sorgfalt erstellt, ersetzen jedoch keine individuelle Gefährdungsbeurteilung oder Beratung vor Ort. Für verbindliche Aussagen zu Vorschriften und Normen beachten Sie bitte die jeweils aktuellen gesetzlichen Grundlagen und Regelwerke (z. B. TRGS, DGUV, DIN/EN).

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